Was kostet ein KI-Agent?
Ein KI-Agent, den ein Dienstleister für dich baut, kostet zwischen 1.500 und 8.000 Euro. Wo genau du landest, entscheiden drei Dinge: der Umfang der Aufgabe, die Zahl der Werkzeuge, die angebunden werden müssen, und ob wir auf etwas Vorhandenem aufsetzen können.
Zu dieser Frage findet man im Netz erstaunlich wenig. Es gibt reichlich Anleitungen, wie man sich selbst einen Agenten baut — aber kaum jemand schreibt auf, was es kostet, einen bauen zu lassen. Deshalb hier unsere Zahlen, so wie wir sie tatsächlich abrechnen.
Was den Preis bestimmt
1. Der Umfang der Aufgabe
Ein Agent, der eine klar umrissene Aufgabe übernimmt, ist etwas anderes als einer, der mehrere Schritte selbstständig entscheidet. Je mehr Fälle er unterscheiden muss, desto mehr steckt in der Vorbereitung — und die ist der eigentliche Aufwand, nicht das Bauen selbst.
2. Die Zahl der angebundenen Werkzeuge
Ein Agent, der nur mit einem System spricht, ist schnell aufgesetzt. Kommen E-Mail-System, Kalender, Zahlungsabwicklung und Dateiablage dazu, wächst der Aufwand nicht linear, sondern mit jeder Verbindung. Denn jede Schnittstelle kann auf eigene Weise ausfallen, und jeder dieser Fälle muss abgefangen sein.
3. Neu oder auf Vorhandenem aufgesetzt
Das ist der Faktor, den man von außen nicht sieht — und der den größten Unterschied macht. Wir haben Automationen, die wir schon gebaut haben. Passt eine davon auf dein Vorhaben, setzen wir darauf auf und passen sie an. Muss alles von Grund auf entstehen, ist es ein anderes Projekt.
Deshalb ist die ehrlichste Antwort auf „was kostet das?" fast immer: erst reden, dann rechnen. Nicht als Ausweichmanöver, sondern weil dieselbe Aufgabe je nach Ausgangslage im unteren oder im oberen Drittel landen kann.
Was man am unteren Ende bekommt
Bei etwa 1.500 Euro steht ein klar umrissener Ablauf mit wenigen Anbindungen. Ein Auslöser, ein Ziel, wenige Schritte dazwischen.
So etwas sieht in der Praxis aus wie ein Anmeldeformular, das in eine bestehende Seite integriert und mit dem E-Mail-System verbunden wird. Sichtbar ist ein Formular im Design der Seite — dahinter übernimmt die Automation und führt jede Anmeldung selbstständig weiter. Kein Nachtragen von Adressen, keine Bestätigungen von Hand.
Das klingt klein und ist es technisch auch. Für die Person, die vorher jede Anmeldung selbst eingetippt hat, ist es der Unterschied zwischen Arbeit und Ablauf.
Ein typisches kleineres Projekt liegt bei uns zwischen 1.500 und 2.500 Euro. Dort landet man, wenn der Ablauf klar ist, zwei bis drei Systeme zusammenspielen müssen und wir auf etwas aufsetzen können, das wir schon gebaut haben.
Was man am oberen Ende bekommt
Bei etwa 8.000 Euro reden wir nicht mehr über einen Agenten, sondern über das, was ein Solopreneur braucht, um seinen Betrieb zu führen — mehrere Agenten, die ineinandergreifen:
- Webseite und deren Suchmaschinenoptimierung
- ein Content-Management, das sich weitgehend selbst pflegt
- ein Agent für die Redaktionsplanung
- ein Agent für die Videobearbeitung
- die Verbindungen dazwischen — damit die Teile nicht nebeneinander laufen, sondern miteinander
Der Sprung von 1.500 auf 8.000 ist also kein Aufschlag für dieselbe Sache. Es ist ein anderer Gegenstand: einmal eine Aufgabe, die künftig ohne dich läuft — einmal ein Betrieb, der ohne dich läuft.
Kommen laufende Kosten dazu?
An uns nicht. Und an die Werkzeuge in der Regel auch nicht.
Das ist der Punkt, an dem sich Angebote am deutlichsten unterscheiden. Wer einen Agenten als Dienst mietet, zahlt monatlich weiter — je nach Anbieter zwischen einigen hundert und einigen tausend Euro. Wir bauen stattdessen mit dem, was du bereits hast: dein E-Mail-System, dein Hosting, deine Werkzeuge. Die zahlst du ohnehin, ob wir kommen oder nicht.
Alles, was wir einrichten, läuft auf deinen Konten. Wir betreiben nichts auf unseren Namen. Das hat zwei Folgen: Du siehst jederzeit, was der Betrieb wirklich kostet — und du bist nicht an uns gebunden. Wenn du ohne uns weitermachen willst, läuft alles weiter, weil es ohnehin dir gehört.
Je nach Umfang kann sogar etwas wegfallen. Wenn drei Werkzeuge nebeneinander laufen, weil sie über die Jahre dazugekommen sind, und ein sauber gebauter Ablauf zwei davon überflüssig macht — dann sinken deine laufenden Kosten. Das ist kein Versprechen, das wir pauschal geben können; es hängt davon ab, was bei dir gerade läuft. Aber es passiert öfter, als man denkt.
Wie lange dauert das?
Ein kleineres Projekt ist bei uns in ein bis zwei Wochen fertig. Ein großes braucht vier bis sechs Wochen.
Das überrascht viele, die mit längeren Zeiträumen gerechnet haben. Der Grund ist derselbe wie beim Preis: Wir bauen nicht jedes Mal bei null an. Was sich wiederholt, haben wir schon — was neu ist, entsteht neu. Der Aufwand steckt in dem, was tatsächlich anders ist, nicht in dem, was ohnehin jedes Mal gleich läuft.
Was die Dauer verlängern kann, liegt meist nicht bei uns: Zugänge, die noch beschafft werden müssen, Inhalte, die noch nicht stehen, Entscheidungen, die offen sind. Deshalb halten wir im Angebot fest, was wir wann von dir brauchen.
Done for you oder done with you?
Das ist die Frage, die den Preis und die Dauer am stärksten beeinflusst — und die selten jemand stellt.
Done for you heißt: Wir bauen, du bekommst das Ergebnis. Du musst nichts lernen, nichts einrichten, dich um nichts kümmern. Das ist der schnellere Weg und der teurere.
Done with you heißt: Wir bauen gemeinsam. Du siehst, was passiert, verstehst die Zusammenhänge und kannst danach selbst weitermachen. Das dauert länger, weil Erklären Zeit kostet — kostet aber weniger, und du bist am Ende unabhängiger.
Welcher Weg besser ist, hängt nicht am Budget, sondern an einer ehrlichen Frage: Willst du das verstehen, oder willst du es einfach nur haben? Beides ist eine legitime Antwort. Wer sein Business ohnehin technisch mitdenken will, fährt mit „done with you" besser. Wer seine Zeit lieber in Kundenarbeit steckt, ist mit „done for you" richtig.
Und wenn du es ganz allein versuchen willst: Das geht auch. Für einen überschaubaren Ablauf reichen die frei verfügbaren Werkzeuge und ein paar Abende. Was Zeit kostet, ist nicht das Bauen — es sind die Fälle, an die man vorher nicht denkt. Was passiert, wenn ein Dienst nicht antwortet? Wenn jemand sich zweimal einträgt? Wenn ein Feld leer bleibt? Genau daran scheitern die meisten Eigenbauten, und zwar erst nach ein paar Wochen im Betrieb.
Und danach?
Ein Projekt endet mit der Übergabe: dokumentiert, erklärt, auf deinen Konten. Ab da läuft es ohne uns — das ist der Anspruch, nicht ein Nebeneffekt.
Wenn du willst, bleiben wir für die laufende Begleitung an Bord. Manche brauchen das, weil sich bei ihnen ständig etwas ändert; andere melden sich ein halbes Jahr später mit dem nächsten Vorhaben. Beides ist in Ordnung. Was wir nicht machen: ein Abo verkaufen, das du eigentlich nicht brauchst, damit die Zahlen stimmen.
Warum die Spanne so groß ist
Weil „KI-Agent" kein Produkt ist, sondern eine Bauform. Man kann damit eine einzelne Aufgabe automatisieren oder den halben Betrieb tragen. Ein Preis, der beides abdecken soll, wäre entweder für das eine zu hoch oder für das andere unrealistisch.
Und weil viel davon abhängt, wie du arbeiten willst: Derselbe Umfang kostet als „done with you" weniger als „done for you" — dafür investierst du eigene Zeit.
Was wir stattdessen machen: Nach dem ersten Gespräch bekommst du ein Angebot mit festem Preis und festem Zeitrahmen — für den Umfang, über den wir tatsächlich gesprochen haben. Keine offene Abrechnung nach Stunden.
Wenn du irgendwo 50.000 Euro liest
Dann ist das ein anderer Fall als deiner. Solche Zahlen stammen aus Unternehmensprojekten: interne Datenbanken, Compliance-Anforderungen, mehrere Abteilungen, Schnittstellen zu Systemen, die seit fünfzehn Jahren laufen. Das ist eine eigene Welt, und dort sind die Preise nachvollziehbar.
Für Solopreneure und kleine Teams gelten sie nicht. Wer allein arbeitet oder zu dritt, braucht keinen Konzernaufbau — sondern ein paar Abläufe, die verlässlich laufen. Genau deshalb steht am Anfang dieses Beitrags eine Spanne, die bei 1.500 beginnt und nicht bei 15.000.
Welches Werkzeug in deinem Fall passt
GPT, Claude-Agent oder eine Automationsplattform wie n8n — die Antwort hängt an drei Fragen, die vor der Werkzeugwahl kommen.
Zum Auswahl-Beitrag →
Was ein KI-Agent überhaupt ist
Wenn du an dieser Stelle noch überlegst, ob ein Agent für dich das Richtige ist oder ob eine einfache Automation reicht: Das ist die wichtigere Frage.
Zum Grundlagenbeitrag →
Rechnen wir's für deinen Fall durch?
Im ersten Gespräch klären wir, was gebraucht wird und was es kosten darf — 30 Minuten, kostenfrei, unverbindlich. Danach weißt du, in welchem Drittel du landest.
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